Berufsunfähigkeitsversicherung

Alle Experten halten die Berufsunfähigkeitsversicherung für eine der wichtigsten Versicherungen. Warum? Weil sie hilft, die Lebenshaltungskosten auszufinanzieren. Denn die meisten Menschen müssen arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wer 40 Jahre lang monatlich 3.000 € brutto verdient, ist nicht wirklich reich – aber im Laufe eines Arbeitslebens kommen doch 3.000 € x 12 Monate = 36.000 € x 40 Jahre = 1,44 Mio. € zusammen. Diese „Geldmaschine Arbeitskraft“ sollte „Vollkasko-versichert“ werden. Ca. 25% aller Berufstätigen scheiden zwischen dem 20. und 67. Lebensjahr aus gesundheitlichen Gründen aus dem Arbeitsleben aus. Dann bleibt oft nur „Hartz IV“. Und wer will schon für den Rest des Lebens „Hartzer“ werden?

Berufsunfähigkeitversicherung       (c) Rentner von Beruf von Uwe Wagschal / pixelio.de


Hier finden Sie Informationen über Ursachen und in welchen Altersstufen Menschen berufsunfähig geworden sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Berufsunf%C3%A4higkeit#Ursachen_f.C3.BCr_Berufsunf.C3.A4higkeit

In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es eine sog. Erwerbsminderungsrente. Die halbe Rente beträgt ca.13,5 % des Bruttoeinkommens und gilt, wenn jemand nur noch zwischen 3 und 6 Stunden irgendeiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Die volle Rente beträgt ca. 27 % des Bruttoeinkommens und gilt für unter 3 Stunden Erwerbsfähigkeit.  Den exakten Wert Ihres Erwerbsminderungsrentenanspruches finden Sie auf Ihrem letzten Rentenbescheid. Wer solch eine Rente bekommt, dem fehlt der Hauptteil des vorherigen Einkommens. Um sich gegen dieses existenzielle finanzielle Risiko abzusichern, kann zwischen verschiedenen Absicherungsvarianten gewählt  werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung. Dabei handelt es sich um den Königsweg und ein echte deutsche Qualitätsversicherung. Laut Gesetz gilt als berufsunfähig, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf zu 50% durch „Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfall“ nicht mehr ausüben kann. Die Einschränkung muss voraussichtlich mindestens 6 Monate bestehen. Der Versicherte erhält bis zum Ende der Vertragsdauer eine Rente. Was im Einzelfall dazu führt, dass man berufsunfähig wird, ist sehr individuell. In der Regel können 80% des Nettoeinkommens abgesichert werden.

Nachhaltig orientierte Menschen können unter verschiedenen Versicherern mit nachhaltiger und ökologischer Kapitalanlage wählen. Ich erstelle Ihnen gerne einen Versicherungsvergleich!

Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt oder wem sie einen zu hohen finanziellen Aufwand bedeutet, der kann hier eine solide Ersatzlösung finden. Sie orientiert sich an den Vorgaben der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente. Wer nur für den schlimmsten Fall abgesichert sein und seine gesetzliche Absicherung hiermit ergänzen will, findet hier eine insgesamt sehr preisgünstige – aber keine komfortable – Lösung.

Existenzschutzversicherung. Hierbei handelt es sich meist um eine Kombination aus Unfall-, Grundfähigkeiten- und schwere Krankheiten-Vorsorge. Die meisten psychischen Erkrankungen sind hier nicht versichert – dafür umso mehr die körperlichen Fähigkeiten. Z. B. gebrauchsunfähige Hände, Arme, Beine, nicht mehr Auto fahren dürfen, nicht mehr sitzen, stehen, gehen, sich bücken können, usw. Wenn sie auf Basis einer Lebensversicherung kalkuliert ist, hat sie einen über die gesamte Vertragslaufzeit konstanten Tarifbeitrag und die Möglichkeit, die Beitragszahlung auch zu unterbrechen – ohne sofort den Versicherungsschutz zu verlieren. Wenn sie auf Basis einer Unfallversicherung kalkuliert ist, bietet sie meist einen niedrigeren Einstiegspreis. Allerdings mit dem Risiko, dass die Versicherer aufgrund der nur kurzen Versicherungslaufzeiten (ein bis drei Jahre) immer die Beiträge erhöhen können – wenn sie müssen. Ein wesentlicher Unterschied zu einer hochwertigen Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist, dass beim Existenzschutz ein Prognosezeitraum von mind. 12 Monaten gilt!

Dread Disease oder schwere Krankheitenversicherung. Kommt aus dem angelsächsischen Raum und man findet nur recht wenige Versicherer, die hier eine kompetente Lösung anbieten. Wer an einer von vorneherein definierten, schweren Krankheit leidet, erhält eine Einmalzahlung. Es gibt Beitragskalkulationen auf Fondsbasis oder mit garantierten Tarifbeiträgen. Ebenso werden unterschiedlich viele Krankheiten abgesichert.

Unfallversicherung. Leistungen gibt es in der Regel nur bei klar definierten „vollständig gebrauchsunfähigen“ Körperteilen als Folge eines „unvorhergesehen aufgetretenen Ereignisses“. Und zwar 12 Monate nach Feststellung der Invalidität. Versichert werden können Einmalzahlungen und/oder Unfallrenten. Sie kann einen wichtigen Absicherungsbaustein darstellen – allerdings wurden 2014 nur ca. 9,4 % aller Berufsunfähigkeiten durch einen Unfall hervorgerufen. Deshalb gilt die Unfallversicherung nur als Ergänzung einer höherwertigen Absicherung.